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Übersicht: Ratgeber Hunde & Ratgeber Katzen

Hund und Katze aneinander gewöhnen und zusammenbringen

Hund und Katze liegen auf dem Boden Hund und Katze können durchaus aneinander gewöhnt werden, dies kann jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen.

„Wie Hund und Katz“ lautet ein umgangssprachlicher Ausspruch, der die verfeindete Natur der beiden Tierarten auf gewisse Situationen adaptiert, in denen sich zwei überhaupt nicht ausstehen können. Das angeblich so schwierige Verhältnis zwischen Hund und Katze ist längst zum geflügelten Wort für die Umschreibung zwischenmenschlicher Spannungen geworden. Doch wie so viele Feindschaften beruht auch diese auf einer Reihe von Missverständnissen. Wider der weit verbreiteten Auffassung können Hunde und Katzen nämlich durchaus einträchtig nebeneinander leben.

Artspezifische Eigenschaften der Katze

Um Hunde und Katzen aneinander zu gewöhnen, ist es zunächst wichtig, sich mit den artspezifischen Eigenheiten der jeweiligen Tiere vertraut zu machen. Dazu gehört in erster Linie das Wissen darum, dass eine Katze jene Lebewesen, die sie umgeben, in vier Gruppen einteilt. Hierbei handelt es sich um – Beutetiere – andere Katzen – Vertraute – Feinde.

Beute aus Sicht der Katze

Als Beute werden von Katzen alle die Tiere angesehen, die kleiner sind als sie selbst. Dabei muss es sich nicht unbedingt um einen Leckerbissen im Sinne der üblichen Ernährung handeln. Oft dienen diese Geschöpfe auch nur als Spielpartner oder zur Befriedigung des Jagdtriebes und der Neugier. Erst, wenn Katzen durch eigene Erfahrung gelernt haben, dass auch kleinere Tiere gefährlich sein oder Schmerzen verursachen können, entwickeln sie einen gewissen Respekt. Solange dieser noch nicht ausgeprägt ist, ist jedes vorüberschwirrende Insekt und jeder vorbeischnaufende Igel für die Katze ebensolche „Beute“ wie eine schmackhafte Maus.

Verständigungsprobleme

Hund und Katze schlafen Anfangs könnte die komplett unterschiedliche Körpersprache von Hund und Katze problematisch sein.

Angesichts eines ihr unbekannten, größeren Tieres fühlt die Katze sich in Bezug auf ihre Sicherheit, ihren Rang und ihr Revier bedroht. Solange sie noch keine anderweitigen Erfahrungen sammeln konnte, gelten also auch Hunde per se als Feinde. Bei ihnen kommt zu dem meist beachtlichen Größenunterschied noch eine zum Teil komplett andere (Körper-) Sprache hinzu. Katzen und Hunde verstehen sich im wahrsten Sinne des Wortes einfach nur falsch.

Unterschiedliche Körpersprache

Während Katzen zum Zeichen des Unmutes und der Angriffslust mit dem Schwanz peitschen, drücken Hunde mit einer hin und her schlagenden Rute Freude und Entspannung aus. Während Katzen zum Zeichen der Drohung die Pfote heben, drücken Hunde durch das Anheben des Beines ihre Bereitschaft zum Spielen aus. Während Katzen zum Zeichen der Zufriedenheit oder der eigenen Beruhigung ein Schnurren hören lassen, drücken Hunde mit ihrem Knurren Mißstimmung und Verärgerung aus. Diese „sprachlichen“ Hürden nehmen die Tiere nach einer gewissen Zeit der Gewöhnung jedoch mit Bravour, denn sowohl Hunde als auch Katzen sind ausgesprochen lernfähig und besitzen ein gutes Gedächtnis.

Die erste Begegnung von Hund und Katz

Wer Hund und Katze aneinander gewöhnen möchte, muss einiges beachten. Zu Beginn steht die Frage: Welches Tier war zuerst da? Dies ist ein dringend zu beachtender Faktor. Die erste Begegnung sollte in einem neutralen Zimmer stattfinden, d. h. der Raum darf weder die Futterstelle, das Katzenklo oder der Lieblingsplatz der Katze darstellen. Richte der Katze gegebenenfalls eine erhöhte Fluchtmöglichkeit bzw. ein sicheres Rückzugsgebiet (Kratzbaum, Schrank etc.) ein; die Türen und Fenster sollten jedoch geschlossen bleiben. Tipp: Lege eine Decke vom Hund an die Futterstelle der Katze und umgekehrt. Die Tiere verbinden dadurch den Geruch mit einer positiven Handlung (der Futteraufnahme).

Tiere aneinander gewöhnen

Das aneinander Gewöhnen der Tiere kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Du kannst nicht erwarten, dass Hund und Katze von jetzt auf gleich unzertrennlich sind und unmittelbar friedlich miteinander umgehen. Scheue Katzen, die den Umgang mit Hunden bislang nicht kennen, flüchten sich zumeist vorerst auf den Katzenkratzbaum oder die Fensterbank. Achte auf ihre Bewegungen und greife ein, sollte die Katze mit der Tatze ausholen. Die oberste Regel: Lasse Hund und Katze anfangs nicht unbeaufsichtigt! Gerade die ersten Momente des Kennenlernens müssen dringend unter Beobachtung durch den Halter stattfinden. Hierbei handelt es sich für beide Tiere um eine höchst stressgeladene Situation, die es zu überwachen gilt. Halte in dieser Situation Unruhe und Lärm von den Tieren fern. Spreche dabei ruhig und erschrecke Katze und Hund nicht durch rasche Bewegungen oder laute Geräusche.

Die ersten Treffen

Schwarze Katze und Hund Am einfachsten ist es, Welpen und Kitten zusammenzuführen, da diese dann von klein auf aneinander gewöhnt sind.

Beschränke die ersten Treffen auf ein paar Minuten und halte Leckerlis bereit. Dank der Leckerlis wird das Kennenlernen aus Sicht der Tiere mit etwas Positivem verbunden. Wiederhole die Übung bis zu drei Mal täglich – reagieren die Tiere ängstlich, solltest Du die Zusammenkünfte auf einmal pro Tag beschränken. Nicht Du, sondern die Tiere legen fest, wie lange die Gewöhnungsphase dauert. Rückschläge können dabei durchaus vorkommen; lasse Dich dadurch aber nicht von dem großen Ziel abbringen. Geduld und Einfühlungsvermögen sind das A und O – Du bist der souveräne, ruhige Vermittler! Die Übung kann mitunter mehrere Monate in Anspruch nehmen; bis ein Tier seinen Jagdtrieb unter Kontrolle hat, kann es einige Zeit dauern.

Wie alt sollten die Tiere sein?

Zusammenführen von Welpen und Kitten

Viel wichtiger und oftmals über den weiteren Verlauf der Freundschaft entscheidend ist, auf welche Art Hunde und Katzen einander kennenlernen. Werden die Tiere bereits als Welpe und Kitten zusammengeführt bzw. -gehalten, gibt es in der Regel überhaupt keine Probleme, denn dann sind sie von klein auf aneinander gewöhnt.

Zusammenführung von Erwachsenen Tieren

Etwas mehr Fingerspitzengefühl verlangt es, ein erwachsenes und ein junges Tier oder zwei erwachsene Tiere miteinander bekannt zu machen. Hierbei können Hunde- und Katzenhalter sich zwei der wesentlichsten Eigenschaften ihrer Lieblinge zu Nutze machen: zum einen die unbändige Neugier der Katzen, zum anderen das Gruppenverhalten der Hunde. Ein bereits erwachsener und in den Haushalt integrierter Hund wird innerhalb kurzer Zeit verstehen, dass die Katze zum „Rudel“ gehört und sie entsprechend akzeptieren. Katzen hingegen fühlen sich oftmals von neuen Bewohnern ihres Reviers bedroht. Demzufolge gestaltet sich erstere Situation oftmals entspannter. Je jünger die hinzukommenden Katzen sind, desto leichter fällt diese Eingewöhnung. Sie erfolgt quasi spielend, denn ein Kitten betrachtet Hunde als Freunde und Beschützer, die sie unbedingt für sich gewinnen will. Stößt ein Hund neu in die bereits „betierte“ bzw. „bekatzte“ Familie, solltest Du ihn anleinen.

Ältere Katzen an das neue Heim gewöhnen

Ältere Katzen sollten zunächst Zeit bekommen, sich ohne „störende“ Hunde an das neue Heim zu gewöhnen. Bei einer ersten Gegenüberstellung zeigen sie sich dann für gewöhnlich kratzbürstig; sie buckeln, fauchen und sträuben das Fell. In so einer Situation muss die ganze Aufmerksamkeit dem Hund gelten, denn er ist (hoffentlich) gehorsam genug, das zu tun, was von ihm verlangt wird. Über kurz oder lang siegen bei der Katze entweder Neugier oder Stolz: sie nähert sie sich dem Hund vertrauensvoll und freundschaftlich oder sie ignoriert ihn weitestgehend. In beiden Fällen herrscht Frieden.

Ältere Katze und Welpen

Weitaus schwieriger – wenn nicht gar unmöglich – ist es, die beiden bei umgekehrtem Altersunterschied zusammenzuführen. Ältere Katzen können junge Hunde schnell dominieren, so dass diese sich zu ängstlichen und unterdrückten Tieren entwickeln. Schuld daran sind die soziale Stellung des Welpen im Rudel und die „Beutetier“-Sichtweise der Katze. Tierhalter sollten auf diese Form des Zusammenlebens also ein besonders wachsames Auge haben und dabei immer bedenken, wie schnell eine Katze Situationen erfassen und darauf reagieren kann. Der im Haus wahrgenommene Frieden ist in solchen Fällen für die Hunde oft ein trügerischer.

Ausnahmesituationen

Katze und Hund im Schnee Katzen können das teils unterwürfige Verhalten der Hunde nicht nachvollziehen.

Darüber hinaus gibt es natürlich auch Hunde, denen beim besten Willen nicht beizubringen ist, sich mit einer Katze anzufreunden. Dazu gehören alle speziell ausgebildeten Jagdhunde oder Hunde, die zur Bewachung von Grundstücken eingesetzt werden. Nicht zu vergessen sind auch Konstellationen, wie sie bei Menschen auftreten können: finden Hund und Katze einander unsympathisch, arrangieren sie sich möglicherweise irgendwann miteinander; dickste Freunde aber werden sie nie.

Fragliches Verhalten der Hunde aus Sicht der Katze

Im Übrigen zeigen Hunde aus Sicht der Katze im Hinblick auf das Zusammenleben mit Menschen ein völlig unverständliches Verhalten. Ihre sprichwörtliche Ergebenheit ist den eigenwilligen Freigeistern suspekt, denn Katzen entscheiden autark immer wieder auf’s Neue, ob sie einem Ruf oder einer Erwartung folgen wollen. Liegen Hunde und Katzen also einträchtig beisammen, könnte auch gerade eine „tierische“ Verschwörung im Gange sein.

No-Gos: Was Du vermeiden musst

Gewisse Fehler müssen bei der Begegnung und dem Zusammenleben dringendst vermieden werden:

  • Das Zimmer mit dem Katzenklo ist für den Hund tabu. Die Katze muss für ihr Geschäft die notwendige Ruhe haben und darf sich nicht durch den Hund gestört fühlen.
  • Verteile die Futterrationen außerhalb des Blickfeldes des anderen Tieres. Hund und Katze dürfen sich nicht gegenseitig das Futter klauen; das Entstehen von Futterneid sollte vermieden werden. Idealerweise fütterst Du die Tiere in getrennten Räumen oder zu verschiedenen Zeiten.
  • Genau beobachten und notfalls einschreiten. Jagd beispielsweise der Hund die Katze, musst Du dazwischen gehen. Die Katze würde in solch einem Fall in ihrer Angst „Hunde sind Katzenfresser“ bestätigt werden. Abhilfe schaffen in dieser Situation Halsband und Leine.

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