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Einen Schlitten kaufen

Grafik Schlittenarten Zum Schlittenfahren braucht man zwei Dinge: Schnee und den passenden Schlitten. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Nicht nur mit aufregenden Abfahrten, sondern auch mit einem guten Schlitten macht der Winter erst so richtig Spaß. Das Rodeln begeistert alle Altersgruppen, sodass die Schlitten schon seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken sind. Doch die Hersteller bieten viele verschiedene Schlitten an. Sie unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander. Im folgenden Ratgeber wird Dir erläutert, welche verschiedenen Schlittenarten es gibt, wo Du sie erwerben kannst und worauf Du beim Kauf achten solltest, wie Du Deinen Schlitten am besten pflegst, damit er länger hält und vieles mehr.

Welche Schlittenarten gibt es?

Im Laufe der Jahre hat der Schlitten einen Wandel erlebt, sodass er mittlerweile in zahlreichen verschiedenen Ausführungen erhältlich ist und es für jeden Bedarf die passende Variante gibt. Zum Sortiment gehören:

Holzschlitten

Klassisch im Design und das traditionellste Modell ist nach wie vor der Holzschlitten. Nahezu jeder ist wahrscheinlich in der Kindheit mit dem robusten Modell die Abhänge heruntergeschossen. Der Hörnerschlitten ist das wohl bekannteste Modell. Die Hörner am vorderen Ende sind gut zum Lenken und Bremsen geeignet. Sie erhöhen die Balance. Auf Metallkufen gleitet der Rodelschlitten durch den Schnee, rutscht jedoch nur auf einem festen Untergrund gut. Die flach aufliegenden Metallkufen rutschen auf zu harten und vereisten Bahnen seitlich weg, sodass der Schlitten zu schleudern beginnt.

Die Lenkung des Holzschlittens erfolgt durch ein Bremsen auf der Innenseite der Kurve. Mit der Schuhsohle trittst Du hierfür in den Schnee. Die Beine dürfen dabei nicht ausgestreckt werden. Dass diese Schlitten kein sehr elegantes Designs haben, wurde durch die Hochwertigkeit und Langlebigkeit kompensiert. Holzschlitten gibt es mit und ohne Rückenlehne. Erstere Modelle eignen sich zum Ziehen kleinerer Kinder.

Vorteile Holzschlitten:

Schlitten aus Holz Der Klassiker unter den Schlitten ist seit jeher der Holzschlitten.
  • Traditionelles, zeitloses Design
  • Robust und langlebig
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Nachhaltig

Nachteile Holzschlitten:

  • Teurer
  • Höheres Gewicht

Die Preise für Holzschlitten betragen 30 bis 100 Euro.

Plastikschlitten

Jeder kennt wahrscheinlich die Schneebobs aus Plastik. Während die massiven Schlitten aus Holz für kleine Kinder schwer kontrollierbar sind, sind diese Modelle auch für sie bestens geeignet und sorgen für ungetrübten Rodelspaß. Bobs sind klein, flach und bestehen aus einem leichten Kunststoff. Auch ein Lenkrad und eine Bremse sind vorhanden, was die Sicherheit erhöht. Das Gefährt lässt sich sehr gut kontrollieren.

Qualitative Bobs erreichen hohe Geschwindigkeiten, sodass ein integrierter Gurt sinnvoll ist. Schneebobs verfügen zudem häufig über einen Beinschutz. Die Plastikschlitten sind aufgrund der Verarbeitung nicht so belastbar wie ein Holzschlitten und können nur von einer Person verwendet werden. Beachte beim Kauf die Gewichtsgrenze. Bobs sind eher für ältere, erfahrene Kinder geeignet, da sie schneller sind und darauf meistens nur einer Platz findet.

Vorteile Bobschlitten:

Bob-Schlitten Bobschlitten haben den Vorteil, dass sie leicht zu steuern sind.
  • Hohe Geschwindigkeiten möglich, im Tempo nahezu allen anderen Schlittenmodellen überlegen
  • Lenker und Bremse vorhanden
  • Gute Kontrolle beim Rodeln
  • Wendig und sehr leicht
  • Mühelos zu säubern

Nachteile Bob:

  • Instabiler und unbequemer als Holzschlitten
  • Nicht so langlebig wie die Holzmodelle
  • Ungeeignet für Tiefschnee

Schneebobs sind deutlich günstiger als Modelle aus Holz und ab 20 Euro erhältlich, haben auch eine viel kürzere Lebensdauer.

Rutschteller

Schlitten aus Kunststoff sind auch in der Form eines großen Tellers erhältlich, die sich für den lockeren Schnee sehr gut eignen. Sie sind viel leichter als die Holzvarianten und versinken nicht so schnell darin. Die einfachen, sehr leichten Plastikwannen sind mit Griffen versehen, um sich festzuhalten, und werden einfach auf den Boden gelegt. Mit den Fersen wird gebremst. Bei kleinen Kindern ist die Sitzschale sehr beliebt, die über einen Plastikgriff, ein Lenkrad sowie eine Bremse verfügt. Die Rutschteller sind viel schneller als Holzschlitten, aber auch deutlich instabiler.

Vorteile Rutschteller:

Rutschteller Der Rutschteller ist um einiges günstiger als der Holzschlitten.
  • Günstig in der Anschaffung
  • Geringes Gewicht
  • Gute Steuerung möglich
  • Keine Sturzhöhe

Nachteile Rutschteller:

  • Kürzere Haltbarkeit
  • Im Neuschnee schwer zu verwenden

Der Rutschteller ist für wenige Euro erhältlich. Sie kosten sechs bis 40 Euro.

Alu-Schlitten

Die sehr stabilen Aluschlitten sind durch das geringe Gewicht leicht zu handhaben und punkten mit sehr guten Fahreigenschaften. Sie rutschen bei den verschiedensten Schneeverhältnissen sehr gut und kommen schnell in Fahrt. Auf zu harten und vereisten Bahnen können sie jedoch, genau wie die Holzschlitten, seitlich wegrutschen, sodass der Schlitten ins Schleudern geraten kann. Aluschlitten eignen sich aufgrund der schnellen Geschwindigkeit und der extremen Wendigkeit sehr gut für Rodler, die viel Schlitten fahren und erfahren sind. Anfänger sollten eine andere Schlittenart wählen. Der Aluschlitten rostet nicht.

Vorteile Aluschlitten:

Kind auf Rutschteller Mit einem Rutschteller ist eine gute Steuerung möglich.
  • Geringes Gewicht
  • Sehr hochwertig und langlebig
  • Leichte Handhabung
  • Gutes Fahrverhalten
  • Meist zusammenklappbar

Nachteile Aluschlitten:

  • Eignet sich nicht für Anfänger
  • Leichtes Einsinken bei einem weichen oder Neuschnee
  • Etwas teurer in der Anschaffung

Der Aluschlitten kostet ab 40 Euro.

Worauf solltest Du beim Kauf eines Schlittens achten?

Damit Du das richtige Modell auswählst, solltest Du die verschiedenen Schlittenarten gut vergleichen und einige Faktoren beachten:

Verarbeitung und Haltbarkeit des Schlittens

Achte beim Kauf auf eine gute Bauweise und Verarbeitung des Schlittens. Modelle aus Holz und Aluminium sind extrem lang haltbar, während Kunststoff-Bobs schneller ausgetauscht werden müssen.

Robustes Holz bei einem Holzschlitten

Kind beim Schlittenfahren Beim Kauf eines Holzschlittens sollte man robustes Holz achten.

Beim Kauf eines Holzschlittens solltest Du darauf achten, dass er aus robustem Hartholz hergestellt ist. Holzschlitten werden häufig aus Buchenholz gefertigt, die sehr robust konstruiert sind.

Gewicht

Das Gewicht der Schlitten variiert im Durchschnitt zwischen drei und mehr als fünf Kilogramm. Es spielt vor allem beim Hinaufziehen eine Rolle. Insbesondere bei kleinen Kindern ist es mit einem sehr schweren Schlitten extrem mühsam. Kleine Unterschiede machen sich bereits deutlich bemerkbar. Leichte Schlitten lassen sich zudem besser lenken. Auf der anderen Seite sorgt ein hohes Eigengewicht dafür, dass der Schlitten stabiler ist.

Wie viele Sitzplätze gibt es?

Die meisten Schlitten bieten Platz für ein bis drei Personen, sodass sie auch für Familien mit Kindern geeignet sind. In den Plastikschalen sowie Rennrodeln hingegen findet in der Regel nur ein Kind Platz, sodass es alt genug sein sollte, um dieses Modell nutzen zu können.

TÜV-Siegel oder GS-Zeichen

Das TÜV-Siegel oder GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) geben Aufschluss über die Qualitäts- und Sicherheitsaspekte. Die Modelle, die darüber verfügen, haben diesbezüglich verschiedene Tests bestanden. Geprüfte Schlitten entsprechen gesetzlichen Anforderungen. Achte daher beim Kauf eines Schlittens unbedingt auf Prüfzeichen sowie auf das empfohlene Alter und Gewicht. Bei Schlitten aus Holz ist die Belastbarkeit am höchsten. Besondere Sicherheit bietet auch ein Gurt.

Wie werden die Schlitten gepflegt, damit sie länger halten?

Schlittenpflege Schlitten sind Nässe, Streusalz und Split ausgesetzt und sollten daher gepflegt werden.

Die richtige Pflege erhöht die Lebensdauer des Schlittens. Ganz gleich, ob sie aus Holz oder Kunststoff bestehen, sie sind beispielsweise Nässe, Streusalz oder Split ausgesetzt. Reinige den Schlitten daher nach der Verwendung gut und lasse ihn trocknen.

Die Kufen eines Holzschlittens kannst Du nach dem Winter leicht anschleifen und mit Kerzenöl behandeln, damit sie leichtgängig bleiben und um die Metallteile vor Rost zu schützen. Die Fahrfähigkeiten des Schlittens werden dadurch deutlich reduziert. Das Holz kannst Du mit einer Holzschutzlasur versehen. Kunststoff-Schlitten sind gegenüber Wasserschäden nahezu immun. Den Schlitten kannst Du mit etwas warmem Wasser und einem Schuss Essig von Verschmutzungen befreien.

Was sollte beim Kauf eines Kinderschlittens beachtet werden?

Was sollte beim Kauf eines Kinderschlittens beachtet werden?

  • TÜV-Zeichen oder GS-Siegel für hohe Qualität und geprüfte Sicherheit
  • Das Eigengewicht spielt bei einem Schlitten für Kinder eine wichtige Rolle. Je kleiner das Kind ist, desto leichter sollte auch der Schlitten sein, damit es ihn den Berg hochziehen kann.
  • Wenn der Schlitten mehr als sechs Kilogramm schwer ist, sollte er über eine integrierte Brems- und Lenkvorrichtung verfügen.
  • Bei Schlitten für mehrere Personen ist es vorteilhaft, wenn sie am hinteren Ende eine gesonderte Halterung haben.
  • Die Altersempfehlung und maximale Belastbarkeit müssen beachtet werden. Die Gewichtsgrenzen sollten keinesfalls überschritten werden.

Gibt es hier verschiedene Modelle und Hersteller?

Schlittenfahren mit Kindern Kleinkinder sollten in Begleitung von Erwachsenen Schlittenfahren.

Die R.P.L. Trading ist empfehlenswert. Sie verkauft eine Vielzahl an verschiedenen Modellen. Sie wurden durch den TÜV geprüft.

Auch der Hersteller Alpengaudi vertreibt hochwertige Schlitten für Kinder und Erwachsene.

Die Impag Steinhaus Vetriebs GmbH ist ein weiteres Unternehmen, das sich auf die Herstellung von qualitativen Schlitten spezialisiert hat.

Die Holzwerkstatt Gloco aus Bayern stellt ebenso hochwertige Holzschlitten her.

Worauf sollte beim Schlittenfahren mit Kindern geachtet werden?

Kinder können ab etwa einem Jahr auf einem Holzschlitten mitgenommen werden. Eine Rückenlehne ist jedoch bis zum Alter von rund vier Jahren unverzichtbar. Ab wann Kinder allein rodeln können, hängt davon ab, wann sie ihren Schlitten sicher lenken und bremsen können. In der Regel ist es erst im Schulalter möglich. Schnellere Schlitten sind schwerer zu kontrollieren und daher nur bedingt für Kinder geeignet. Anfänger sollten zunächst einmal auf leicht abschüssigen Hügeln üben.

Steile Pisten sind für Kinder grundsätzlich zu gefährlich. Es ist wichtig, immer genügend Abstand zum Vordermann einzuhalten. Ideal ist auch ein Helm. Auf dem Bauch liegend sollten Kinder nicht fahren, denn dann können sie im Notfall nicht schnell genug reagieren. Kinder fahren am besten immer am Rand entlang und laufen nicht quer über die Rodelpiste. Kleine Kinder sollten zwischen den Beinen der Erwachsenen sitzen.

Wo können die verschiedenen Schlittenarten gekauft werden?

Schlittenfahren mit Helm Um die Sicherheit Deiner Kinder zu gewährleisten, sollten sie einen Helm tragen.

Du kannst Deinen Schlitten sowohl im Einzelhandel als auch online kaufen. Vor Ort sind sie jedoch aufgrund der Transportwege, aufwendigen Lagerung und teuren Personalkosten meist teurer als im Internet. Hier ist die Auswahl riesig. Du kannst in aller Ruhe die Preise und Qualität unterscheiden.

Fazit

Die Auswahl an verschiedenen Schlitten ist groß. Du findest für jedes Alter und jeden Bedarf das passende Modell. Achte beim Kauf auf eine gute Verarbeitung und getestete Sicherheit. Entsprechende Siegel sind bei der Auswahl des Schlittens eine gute Hilfe.

 

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